Lehrauftrag des HKZR zum Thema Holz- und Forstwirtschaft

Moderner Holzbau beginnt im Wald - Holzkompetenzzentrum Rheinland kooperiert über einen Lehrauftrag mit der FH Aachen

Das Holzkompetenzzentrum Rheinland (HKZR) hat im Sommersemester 2014 einen Lehrauftrag zum Thema Holz- und Forstwirtschaft im Studiengang Holzingenieurwesen an der FH Aachen übernommen und begrüßte nun 30 angehende Holzbauingenieure zu einer Exkursion in die Wälder der Eifel. Der Cluster-Gedanke, die enge Zusammenarbeit aller auf dem Rohstoff Holz basierender Wirtschaftsfelder, findet so eine praktische Umsetzung.

„Eine breite gemeinsame Wissens- und Erfahrungsbasis aller Akteure des Clusters hilft die Wertschöpfungskette vom Wald bis zur Verwendung von Holz im Bausektor effizient zu gestalten und so den Holzbau voranzubringen“, meint Axel Krähenbrink, Leiter des HKZR. Die Kooperation mit der Fachhochschule setzt genau dort an: Vorlesungen und Übungen zur Forstwirtschaft, zur Nachhaltigkeit und zu Potentialen der Holzverwendung u. a. zu Gunsten des Klimaschutzes bilden die Grundlage für die aktuelle und weitere Exkursionen sowie Lehrveranstaltungen. Erläuterungen von Waldbaukonzepten im Bestand, der Besuch eines holzverarbeitenden Betriebes und die Vorführung eines regulären Holzeinschlags mit einem Harvester schlagen die Brücke von der Theorie zur Praxis. Die Studierenden als zukünftige Entscheidungsträger werden für die Vielfalt und die Bedeutung kompetenter Waldbewirtschaftung und deren Effekt auf moderne Holzprodukte bzw. auf das Bauen mit Holz sensibilisiert. Verständnis für vor- bzw. nachgelagerte Produktions- und Verarbeitungsschritte und deren weitreichende Interaktion wird gefördert.

Die inhaltliche Vernetzung der Teilnehmer der Branche Wald und Holz, als ein Fokus der Arbeit des HKZR, geschieht im Sinne gegenseitigen Austauschs jeweils spezifischen Wissens. Demgemäß werden im Rahmen der Lehre zu forstlichem Handeln gleichermaßen entsprechende holzbauliche Spezifika mit Relevanz für waldwirtschaftliche Entscheidungen durch die FH an die forstlichen Dozenten zurückgespielt.

Prof. Dr.-Ing. Wilfried Moorkamp, Lehrgebiet Holzbau und Nachhaltiges Bauen, betonte die besondere Bedeutung von Praxisveranstaltungen für das FH-Lehrangebot.Insbesondere vor dem Hintergrund der heutzutage notwendigerweise immer breiteren theoretischen Basis der Ingenieursausbildung sollte der praktische Bezug - da sind sich die Kooperationspartner einig - bei der Anwendung von profundem Wissen stets eine zentrale Rolle spielen. Nicht zuletzt hat ingenieurtechnisches Handeln im Holzbau mindestens eine deutlich sichtbare, sehr oft sogar eine ganz konkrete ökonomische und gesellschaftliche Wirkung. Praxisorientiertes Urteilsvermögen ist in diesem Tätigkeitsfeld, ebenso wie in der Forstwirtschaft, unabdingbar.
 


Pressemitteilung Lehrmodul Forst- und Holzwirtschaft [PDF, 38kb, 29.04.2014]

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12. Europäischer Kongress: (EBH2019) im Gürzenich in Köln

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