Moderner Holzbau - Keine Frage des Glaubens, sondern der Ingenieurskompetenz

Im Rahmen des Lehrauftrages für das Lehrmodul Holz und Forstwirtschaft unternahm das Holzkompetenzzentrum Rheinland mit den Studierenden des Holzingenieurwesens der FH Aachen eine Exkursion zu Holzbaubeispielen in der Region.

Inhaltlich umfasst das Lehrmodul "Holz- und Forstwirtschaft" nun bereits im dritten Jahr die Darstellung des Weges des Zukunftsrohstoffs Holz entlang der Wertschöpfungskette vom Wald über die Verarbeitung und Veredelung bis zum Holzbau. So werden Lehrinhalte zur Multifunktionalen Waldwirtschaft, zur Nachhaltigkeit allgemein, aber auch zur Rohstoffbasis, zum Marktgeschehen und zum Holzbau als wertschöpfende und klimapositive Zielsetzung der Akteure der Verarbeitungskette vermittelt.

Die Exkursion zu den Holzbaubeispielen schließt das Modul des diesjährigen Sommersemesters nach den Vorlesungen und einer Waldbau- sowie einer Sägewerksexkursion ab ."Die angehenden Holzbauingenieure haben im Semesterverlauf einen Einblick in die Forst- und Holzwirtschaft als ökologisch und ökonomisch bedeutendes Wirtschaftsfeld erhalten. Nun gilt es, zum Abschluss des Semesters nochmals die Begeisterung für den Holzbau zu stärken, in den im besten Falle das Handeln der Forst- und Holzbranche mündet", so Axel Krähenbrink, Leiter des Holzkompetenzzentrums Rheinland und Lehrbeauftragter."Ziel des Lehrmoduls ist es, Theorie und  Praxis in diesem Themenfeld möglichst breit und anschaulich zu verknüpfen, um das Verständnis für die Zusammenhänge als Fähigkeit für die kommende berufliche Praxis zu schulen".

Die Immanuel-Kirche in Köln bietet - Architektur- und Holzbaupreis prämiert - ein sehr gutes Beispiel: Ein Holzbau mit Furnierschichtholz-Tragwerk aus Nadelholz, der nicht nur Ästhetik und Funktionalität beispielhaft verbindet, sondern zudem im Vergleich zu alternativer Materialität signifikant günstiger, nicht jedoch weniger wertig, umzusetzen war.
Die technischen Erläuterungen des Vetreters des für die Tragwerksplanung zuständigen Büros Horz + Ladewig, Herr Schulze, komplettierten den Lehrneffekt an dieser Exkursionsstation.

Der Besuch des Baumwipfelpfades im zukünftigen Freizeitpark Panarbora in Nutscheid/Waldbröl zeigte ein Objekt in seiner fortgeschrittenen Entstehungsphase. Es bot sich Gelegenheit mit dem zuständigen Ingenieur Herrn Miebach vom Ingenieurbüro Miebach einen ausgewiesenen Experten für hölzerne Brückenkonstruktionen zu befragen. Technische Details zum konstruktiven Holzschutz ließen sich ebenso diskutieren, wie die ingenieurstechnisch sinnvolle Kombination metallischer Verbinder bzw. Verbände des durch Brettschichthölzer geprägten Tragwerkes. Die Eröffnung des Bauwerks ist zum 01.September geplant.

An dieser Stelle nochmals Dank an Herrn Schulze und Herrn Miebach für die zusätzliche Unterstützung der Exkursion.

© Axel Krähenbrink / Holzkompetenzzentrum Rheinland
 

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