Mobilität, Effizienz, Adaptivität: Wohnmodul Wood Cabin erfüllt ungewöhnliche Wohnanforderungen

Im Rahmen der Holz- und Waldtage des Holzkompetenzzentrums Rheinland (HKZR) wurde die Konzeption eines mobilen Holzbaus, die sogenannte Wood Cabin vorgestellt. Nach einem Entwurf des Architekten Michael Danke, Mechernich wurde der Prototyp mit Handwerkern aus der Region auf- und ausgebaut. Das Wohnmodul ermöglicht vielfältige Nutzungen. Abhängig von den jeweiligen Anforderungen an Wohnraum können mehrere Holzmodule kombiniert bzw. flexibel und reversibel auf- u. ausgebaut werden. Wechselnde Anforderungen an Wohnraum und an den Grad der Autarkie in der Nutzung können so mit einem einfachen Grundkonzept bedient werden.

Vor dem Hintergrund zunehmend volatiler Lebens- und Arbeitsumständen sind gesellschaftliche und technische Anforderungen an flexible Lösungen für hochwertigen (Zweit-)Wohnraum, bezüglich der Infrastruktur zur Daseinsvorsorge oder an Arbeits- und Büroräume gestiegen. Der Holzbau bietet hierzu mit seiner Charakter gebenden Flexibilität im Grundriss, der Einfachheit der Konstruktion, der energetischen Effizienz in Herstellung u. Betrieb und seiner Recyclingfähigkeit, Antworten. Der moderne Holzbau gilt zudem gegenüber Alternativen im Modulbau mit anderer Materialität als erheblich wertiger sowie wohngesund, behaglich, nachhaltig und ökologisch.

Das Konzept der Wood Cabin setzt auf Anpassungsfähigkeit. So wäre z.B. eine zumindest zeitweise Nutzung zur Unterbringung von Migranten eine Option. Dies sowohl in Form von gestapelten oder  zueinander angeordneten Modulen für konzentrierten Wohnraum an einem Ort oder als Einzelmodule eingebettet in soziale und räumliche Bestandsstrukturen ggf. auf freien/ungenutzten Grundstücken ländlicher Kommunen. Eine Um- oder Nachnutzung wäre dann aufgrund des mobilen Charakters der Module möglich - beispielsweise in Form von temporären Kitas für kleinere Gruppen, für die zukünftig aufgrund quantitativer Jahrgangsschwankungen ein kurzfristiger Bedarf an stetig wechselnden Orten entsteht. Eine darauffolgende Nutzung könnten Ferien- oder Single-/Zweitwohnungen auf dem Land für eine urbane Klientel sein. Eine weitere Nachnutzung als Büroraum für Selbständige oder Studentenunterkunft könnte wiederum an einem gänzlich anderen Ort folgen – ein Vorteil gerade für ländliche Kommunen. Das Bauwerk folgte dem jeweiligen Vor-Ort-Bedarf.

Nicht zuletzt ermöglicht ein einfach gehaltener Holzrahmenbau als Tragwerk die Umsetzung und Veränderung des Bauwerks für nahezu jedweden holzbaulichen Fachbetrieb - auch ohne aufwändigen Maschinenpark. Dies realisiert kurzfristige und bedarfsgerechte Umsetzung mit entsprechend weitgestreuter Wertschöpfung sowie Sicherung von Aufträgen für die Wirtschaft.

© Axel Krähenbrink / Holzkompetenzzentrum Rheinland 
 

Pressemitteilung Wood Cabin [PDF, 38kb, 25.11.2015]Darstellung Wood Cabin [PDF, 438kb, 24.11.2015]

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