Holzbaupreis Eifel 2016 - Herausragende Holzbauobjekte geehrt

In der waldreichen Region Eifel, die Nordrhein-Westfälischen und Rheinland-Pfälzischen Boden umfasst, aber auch nach Belgien und Luxemburg reicht, gibt es leistungsstarke Holzbauunternehmen sowie engagierte Kommunen und Brancheneinrichtungen, die gemeinsam und grenz-überschreitend das Ziel verfolgen, die heimische Forst- und Holzwirtschaft zu fördern. Dieses einzigartige, länderüber-greifende Engagement zeigt und verfestigt der nun bereits zum dritten Mal verliehene Holzbaupreis Eifel, ein Wettbewerb, der qualitätsvolle Gebäude aus Holz in die Öffentlichkeit bringt.

In diesem Jahr wählte eine unabhängige Jury holzbauerfahrener Experten die besten unter 34 fertiggestellten Holzbauprojekten aus und entschied, vier gleichwertige Preise und sechs Anerkennungen zu vergeben.

Die feierliche Preisverleihung fand am 24. November im Holzkompetenzzentrum Rheinland in Nettersheim statt, das diesen Wettbewerb zusammen mit dem Holzbau-Cluster Rheinland-Pfalz und dem Impulszentrum Holz WFG Ostbelgien in Kooperation mit der Zukunftsinitiative Eifel und dem Netzwerk Wald und Holz Eifel e.V. auslobte.

Der Bürgermeister der Gemeinde Nettersheim, Wilfried Pracht, sowie Horst-Karl Dengel, Leiter des Regionalforstamts Hocheifel-Zülpicher Börde, sprachen allen Wettbewerbs-teilnehmern Dank und Anerkennung aus. Sie betonten vor nahezu 100 Gästen ihre Überzeugung, dass beispielhafte Gebäude als Anschauungsobjekte am besten geeignet seien, der Bedeutung der Eifel als einer modernen, dem Holz verbundenen Region größere Bekanntheit zu verschaffen.

Der Leiter der Nordrhein-Westfälischen Landesforstverwaltung, Hubert Kaiser, betonte die große Bedeutung der gesamten Branche Wald und Holz für die heimische Volkswirtschaft und für den Klimaschutz. Die Förderung des Holzbaus als zentralem Bereich der stofflichen Holzverwendung, für den es im Land noch Nachholbedarf gebe, sei ein wichtiges Anliegen der Landesregierung. Sie unterstütze deshalb die Entwicklung der Branche mit konkreten Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen.

Dipl.-Ing. Architekt Joachim Seinecke als Juryvorsitzender wies darauf hin, dass die Auswahl angesichts der hohen Zahl meist hoch- und höchstwertiger Arbeiten nicht leicht gefallen sei. An Hand der in der Auslobung genannten Kriterien seien mit Hilfe eines Punktesystems in drei Bewertungsrunden die Finalisten und dann in der Endrunde vier Preisträger ermittelt worden. Auch unter Berücksichtigung der grundverschiedenen Aufgabenstellungen der Projekte seien diese Preise als gleichwertig vergeben worden.

Joachim Seinecke würdigte die 4 mit Preisen und 6 mit Anerkennung ausgezeichneten Gebäude und gratulierte den anwesenden Bauteams. Der Beifall des Publikums ließ keinen Zweifel: Die Bauherren, Architekten, Ingenieure und Vertreter der Holzbaubetriebe waren eindeutig die Hauptpersonen des Abends.
 
Die Preisträger:
Biodiversum „Haff Remich“ (Neubau eines Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude)
Bauherr : Le Gouvernement du Grand Duché de Luxembourg
Architektur: Valentiny hvp architects SARL, Remerschen, Luxembourg
Tragwerksplanung : SGI Ingénieurie S.A. Luxembourg, Junglinster  (Lu)
 
Brücke Schönecken (Neubau einer Brückenkonstruktion aus Rundholzelementen)
Bauherr : Ortsgemeinde Schönecken
Planung und Bau: Floss Zimmerei und Blockhaus GmbH, Schönecken
Forschung und Prüfanstalt: Hochschule Trier (Prof. Dr. Becker)
Statik: Ing. Büro Michael Otto, Lierfeld
Prüfstatik: Ing. Büro Horst Krajewski, Trier
 
Einhaus in der Eifel (Neubau eines Wohnhauses in Brettstapelbauweise) Lutzerath
Bauherr : Peter Thomé
Architektur : THOMÉ Architekten, Peter Thomé - Architekt BDA, Koblenz
Tragwerksplanung :  REIFF + PARTNER Ingenieure, Andreas Neef, Andernach
 
Naturverwaltungsgebäude Diekirch (Neubau eines Verwaltungsgebäudes)
Bauherr : Administration des bâtiments de publics, Luxembourg
Architektur :    Morph4 architecture, Canach , Luxembourg  und
                        Atelier b, Bereldange, Luxembourg
Tragwerksplanung : Daedalus Engineering, Heffingen, Luxembourg
 
 
Die Anerkennungen:
 
Wohnanlage „Enercase II“ in Trier
Bauherr : Studierendenwerk Trier
Architektur : Grassinger Emrich Architekten, München
Tragwerksplanung : dHb Dürauer Hermann Brändle, Enningen
 
Gästehaus Kronenburg
Bauherr : Hetta Böttger, Kronenburg
Architektur : Urbanegestalt PartGmbB, Köln
Tragwerksplanung : Dipl. Ing. Fritz Münster, Frechen
 
Beschcrèche Betzdorf, Roodt-Syre, Luxembourg
Bauherr : Administration Communale de Betzdorf, Mombach
Architektur : Witry und Witry S.A. Architecture Urbanisme, Echternach, Luxembourg
Tragwerksplanung : SGI Ingénierie S.A., Junglinster  (Lu)
 
Hotel Sleepwood, Eupen, Belgien
Bauherr : Arthur und Gesche Genten, Anja Kreins, Marc Faymonville
Architektur : Atelier Weihershof, Eupen
Tragwerksplanung : Planungsbüro Greisch S.A., Liège
 
Pfadfinderhaus Les Aigles, Rollingergrund, Luxembourg
Bauherr : Ville de Luxembourg, Direction de l’Architecte, Service Bâtiments
Architektur : michelpetitarchitecte s.a.r.l., Luxembourg
Tragwerkksplanung : I.N.C.A Ingénieurs Conseils
 
4 Häuser = 1 Hof  Feldhof in Bachem, Frechen
Bauherr : Caspar Freiherr von Fürstenberg, Frechen
Architektur : Lüderwaldt Architekten, Köln
Tragwerksplanung : Stracke Ingenieurgesellschaft mbH, Köln
 
 
Die Jury
 
Prof. Dipl.-Ing. Hannelore Damm, Technische Hochschule Köln
Helmut Henkes, Kompetenzzentrum Holz, Ostbelgien
Prof. Dr.-Ing. Michael Maas, Hochschule Bochum
Hannsjörg Pohlmeyer, Holzbau-Cluster Rheinland-Pfalz
Sonja Reichert, Revue Technique Luxembourgeoise
Dipl.- Ing. Arnim Seidel, Architekt, Fachagentur Holz
Dipl.- Ing. Joachim Seinecke, Architekt, Archplan GmbH

Weitere Informationen zu den Preisen und Anerkennungen:

Preis: Biodiversum "Haff Remich"
Preis: Brücke Schönecken
Preis: Naturverwaltungszentrum Diekirch
Preis: Einhaus in der Eifel
Anerkennung: Beschcreche Betzdorf
Anerkennung: Feldhof Bachem
Anerkennung: Gästehaus Kronenburg
Anerkennung: Hotel Sleepwood
Anerkennung: Pfadfinderhaus Les Aigles
Anerkennung: Wohnanlage "Enercase II"

Presseinformation zur Preisverleihung

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